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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Der Coriolis-Effekt

Autor: Dr. David Voelker

Wenn man von Reibungskräften absieht, würde eine einmal angestoßenes Paket Wasser seine Richtung und Geschwindigkeit gegenüber einem externen Bezugssystem beibehalten. Strömungen werden in der Ozeanografie aber in Bezug auf das rotierende System Erde beschrieben. Von der Erde aus betrachtet, vollziehen einmal in Bewegung geratenen Massenpakete keine gerade Bahn (gilt genauso für die Luftmassen der Atmosphäre), sie werden abgelenkt (in Wirklichkeit dreht sich nur die Erde unter ihrer Bahn weiter). Diese Ablenkung wird als Corioliseffekt bezeichnet, die der Ablenkung zugrunde liegende scheinbare Kraft als Corioliskraft.

Die resultierende Bewegung ist relativ zur Erdoberfläche eine gekrümmte Bahn, die Ablenkung ist dabei von der geografischen Breite abhängig (Maximum am Äquator) und von der Teilchengeschwindigkeit. Auf der Nordhalbkugel verläuft die Ablenkung im Urzeigersinn, umgekehrt auf Südhalbkugel.

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Illustration des Coriolis-Effekts: Ein Massepaket (Kubikmeter Luft oder Wasser, gelber Punkt) befindet sich auf der Nordhalbkugel eines nach Osten rotierenden Globus (1). Das Paket wird von einer äußeren Kraft angestoßen und bewegt sich geradewegs nach Süden in Richtung auf den Äquator zu (oranger Punkt, 2). Während der Reise dreht sich die Erde unter dem Paket weg (grüne Pfeile, 3), so, daß der Ausgangspunkt versetzt wird (immer noch gelber Punkt). Aus dem All betrachtet, hat das Massepaket einen geraden Weg auf der Erdoberfläche zurückgelegt, von dem rotierenden Koordinatensystem der Erde aus jedoch eine Kurve beschrieben.