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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Forschungsschiffe

Autor: Dr. David Voelker

Forschungsschiffe sind die Arbeitsplattformen von Meeresgeologen, sofern sie sich von der Küste entfernen wollen. Auf Forschungsschiffen stehen eine Reihe verschiedener Probenahmegeräte für die Entnahme von Sediment-, Gesteins- und Wasserproben zur Verfügung. Akustische Verfahren sind entweder fest an Bord installiert (Sedimentakustik, Fächerecholote) oder werden für einzelne Fahrten an Bord gebracht (Seismik). In gewissem Umfang sind Forschungsschiffe auch schwimmende Labore.

Eine Liste von einigen Forschungsschiffen, die -neben biologischen, chemischen und ozeanografischen Untersuchungen- auch meeresgeologische Probenahme und -bearbeitung betreiben bzw. explizit geologische Expeditionen unternehmen. Die leitenden Institute legen die Fahrtplanung für die nächste Zeit fest. Jeder Fahrtabschnitt hat einen Fahrtleiter, der über alle Informationen über die teilnehmenden Arbeitsgruppen verfügt.

FS POLARSTERN

Die POLARSTERN wird vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven betrieben. Es handelt sich um einen Eisbrecher, der Versorgungsfahrten mit Expeditionen in die Antarktis (Australischer Sommer) bzw. Arktis (hiesiger Sommer) verbindet. Mit einer Länge von 118 m ist sie das größte Forschungsschiff Deutschlands und kann etwa 50 Wissenschaftler und Techniker unterbringen. Neben der Nutzung als Forschungsschiff dient sie zur Versorgung der Neumeyer-Station in der Antarktis. Die POLARSTERN verfügt über ein Hubschrauberlandedeck, einen Hubschrauber, Laboratorien und ein Schwimmbecken (!). Die Fahrtabschnitte dauern in der Regel 2-3 Monate. Die Fahrtplanung der POLARSTERN wird vom AWI erstellt.

FS METEOR

Die Fahrtplanung der METEOR werden von der Leitstelle des Instituts für Meereskunde (Hamburg) vorgenommen. Operationsgebiet ist vor allem der Südatlantik auf Fahrtabschnitten, die zwischen 3 und 6 Wochen dauern. Die METEOR hat eine Länge von 97,5 m und bietet Platz für 28 Wissenschaftler.

FS SONNE

FS SONNE ist das dritte große Deutsche Forschungsschiff. Die Fahrtplanung wird durch das Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Bundesamt für Hydrographie und Seeschiffahrt (BSH). Die SONNE hat eine Länge von 97,6 m und wird vor allem für Expeditionen in den Indischen Ozean und den Pazifik eingesetzt. Das Gerätespektrum umfasst geologische Probenahmegeräte, eine Reihe akustischer Messungverfahren und geophysikalische Feldmessungen.

Marion Dufresne

Das französische Flaggschiff unter den Forschungsschiffen Marion Dufresne wird vom Institut français de recherche pour l'exploitation de la mer (ifremer) betrieben. Das Schiff ist 120 m lang und kann bis zu 110 Personen (Mannschaft und Wissenschaftler) aufnehmen.