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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Einstrahlung in das Meer

Autor: Dr. David Voelker

Die von der Sonne in das Meer eingestrahlte Wärmemenge variiert mit der geografischen Lage, den Jahreszeiten und der Wolkenbedeckung. Ein großer Teil dieser Energie wird in den obersten erwärmten Schichten der Ozeane gespeichert und kann mit Strömungen verfrachtet und an anderer Stelle wieder an die Atmosphäre abgegeben werden.

Etwa 25% der von der Sonne auf das System Erde einfallenden kurzwelligen Strahlung erreicht die Erdoberfläche, der Rest wird an Wolken reflektiert oder erwärmt die Atmosphäre direkt. Man kann die Energiemenge am Boden messen und die Werte etwa in kCal/cm2 oder Watt/m2 ausfrücken, also als Energiemenge pro Fläche. Aufgrund der Stellung der Erdachse zu den einfallenden Sonnenstrahlen ist klar, dass im Jahresmittel niedrige Breiten (Tropen) die höchsten Energiemengen empfangen, Regionen hoher Breiten die geringsten Energiemengen. Aufgrund der Neigung der Erdache sind dabei in hohen und mittleren Breiten die Variationen zwischen Winter und Sommer am größten.

eintreffende Energiemenge im Januar

Eingestrahlte Energiemenge im Januar 2001 in Watt pro Quadratmeter. Die Südhalbkugel erhält insgesamt mehr an Sonnenenergie als die Nordhalbkugel, das Maximum liegt etwa bei 20°S. Die Klimadaten entstammen DaSilva's online Atlas of Surface Marine Data, (DaSilva, A. M., C. C. Young and S. Levitus, 1994. Atlas of surface marine data 1994), die Karte wurde mit dem Programmpaket GRADS (grid analysis and display system) erzeugt.

eintreffende Energiemenge im Juli

Eingestrahlte Energiemenge im Juli 2001 in Watt pro Quadratmeter. Die Südhalbkugel erhält nun nur noch einen Bruchteil der Sonnenenergie der Nordhalbkugel, das Maximum liegt etwa bei 20°S. Die Klimadaten entstammen DaSilva's online Atlas of Surface Marine Data, (DaSilva, A. M., C. C. Young and S. Levitus, 1994. Atlas of surface marine data 1994), die Karte wurde mit dem Programmpaket GRADS (grid analysis and display system) erzeugt.

Die Ozeane sind auch deshalb extrem wichtig für das Klima, weil die Meeresoberfläche von eine geringe Albedo von 3% hat, d.h. 97% der eintreffenden Sonnenenergie auch tatsächlich als Wärme aufgenommen werden. Die Oberfläche von Kontinenten und besonders von Schnee und Eisflächen reflektiert einen höheren Anteil der Energie zurück.