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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Mikroalgen: die Primärproduzenten der Ozeane

Autor: Dr. David Voelker

Als Primärproduzenten werden die Mikroalgen bezeichnet, die die unterste Stufe der Nahrungskette im Ozean bilden. Es handelt sich um autotrophe einzellige Algen, vor allem Diatomeen und Coccolithophoriden. Ihre Verbreitung ist die Grundlage jedes anderen Leben in den Ozeanen. Gleichzeitig sind sie wesentliche Lieferanten von biogenen Sedimenten. Ihre Verbreitung und Lebensdichte ist vor allem licht- und nährstofflimitiert.

In den allermeisten Meeresregionen ist die Farbe der Meeresoberfläche eine Funktion der Konzentration von Mikroalgen bzw. von deren photosyntetisierenden Pigmenten (Chlorophyll) bzw. deren Zersetzungsprodukten (Gelbstoffe). Während Bereiche der Ozeane mit geringer Lebensdichte dunkelblau erscheinen, färben Algenblüten den Ozean grüngelb. Auf dieser Grundlage kann die Primärproduktion von Satelliten aus gemessen werden (Siehe: Satellitenmessung der Ozeanfarbe)

Die Abbildung zeigt die durchschnittliche Konzentration an Chlorophyll, gemessen durch den SeaWiFS-Sensor. Das Bild zeigt den engen Zusammenhang zwischen ozeanografischen und biologischen Prozessen: die hächsten Konzentrationen an Chlorophyll und demnach auch die hächste Produktionsrate an Biomasse findet man in Küstennähe (Eintrag von Nährstoffen vom Land) und dort, wo Tiefenwasser an die Oberfläche steigt (Auftriebsgebiete, z.B. die Äquatorialen Auftriebsgebiete des Pazifik). Die niedrigsten Konzentrationen (biologische Wüsten) findet man landfern und dort, wo sehr warmes Wasser eine stabile Dichteschichtung erzeugt. Mehr Information über das Projekt finden Sie auf der SeaWiFS Project homepage. Die Abbildung ist Eigentum des SeaWiFS Project.