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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Salinität

Autor: Dr. David Voelker

Die Verteilung der Salinität an der Oberfläche der Meere ist abhängig von dem Verhältnis der Verdunstung zur Zufuhr von Süßwasser durch Niederschlag und Flüsse.

Die Anteile an gelästen Salzen im Seewasser sind weltweit und über die gesamte Tiefe der Ozeane relativ konstant. Die grässten Variationen kommen (1) durch die Abfuhr oder Zufuhr von Süsswasser und (2) biologische Prozesse zustande. Die Abfuhr und Zufuhr von Süsswasser durch Verdunstung, Niederschlag, Flusseintrag oder Bildung, Transport und Abschmelzen von Seeeis betrifft die Gesamtkonzentration geläster Salze. Die biologischen Prozesse beeinflussen die Verteilung von Nährstoffen (Nitraten und Phosphaten). Die Bandbreite der Variation der Salinität liegt im offenen Ozean im Bereich von wenigen Promille (zwischen etwa 32 und 37 Promille). Diese Unterschiede und die daduch bewirkten Dichteunterschiede von Wassermassen sind jedoch eine treibende Kraft der thermohalinen Zirkulation. In teilweise abgeschlossenen Nebenmeeren werden sehr viel geringere Salinitäten (Verdünnungsbecken, Beispiel Ostsee) oder sehr viel hähere Salinitäten (Konzentrationsbecken, Beispiel Mittelmeer) gemessen. (siehe auch: Verdunstung und Niederschlag)

Salinität an der Oberfläche der Weltozeane in PSU (practical salinity unit, entspricht Promille) im Jahresmittel. Die Bandbreite reicht von Brackwasser (z.B. Bottnischer Meerbusen der Ostsee) mit einer Salinität < 10 Promille bis etwa 40 Promille im Persischen Golf. Die Salinität ist gesteuert durch das Verhältnis von Evaporation zu Süßwassereintrag durch Niederschläge und Flüsse. Vor großen Mündungen großer Fluss-Systeme (z.B. Amazonas) dominiert der Flusseintrag, im offenen Ozean das Verhältnis von Niederschlag zu Verdunstung. Der letzte Effekt kann am Atlantik studiert werden: erhöhte Salinität im niederschlagsarmen Bereich 20-30° N und S, erniedrigte Salinität um den Äquator. Daten aus Levitus et al (1994), World Ocean Atlas

Die Salinität an der Oberfläche der Ozeane variiert kleinräumig und zeitlich mit Süßwassereintrag und Verdunstungsmuster. Hier eine Momentaufnahme aus dem östlichen Mittelmeer (Zypern), wo die mittlere Salinität aufgrund der Eigenschaft des Mittelmeers als Konzentrationsbecken gegenüber dem Atlantik erhöht ist.
Abbildung der University of Cyprus, Mediterranean Forecasting System, Cyprus Contribution