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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Sedimentbeprobung

Autor: Dr. David Voelker

Die Entnahme von ungestörten Proben von Sedimenten aus großen Wassertiefen ist eine Vorraussetzung der Erforschung der in den Sedimenten gespeicherten Informationen über Ablagerungs- Umwelt- und Klimabedingungen in der Vergangenheit. Die dafür verwendeten Geräte müssen zugleich robust und auch bei schwerer See handhabbar sein.

Ziel der verschiedenen Probenahmegeräte ist es, eine möglichst ungestörte Probe der Sedimente am Meeresboden zu erhalten. Je nach wiss. Interesse kann es mehr darum gehen, einen hohen Massengewinn zu erzielen und eine möglichst ungestörte Sedimentoberfläche zu bergen, oder tief in das Sediment einzudringen, um eine weit zurückreichende Ablagerungsgeschichte rekonstruieren zu können. Für die verschiedenen Zwecke haben sich unterschiedliche Geräte bewährt:

Gerät / Kürzel Beschreibung Einsatz Abbild
Großastengreifer GGK Metallkasten, der nach unten mit einer Baggerschaufel geschlossen wird Herausschneiden einer großen Sedimentprobe vom Meeresboden, Eindringtiefe 1-5 m
Dredge geschleppte schwere Schaufel mit Zähnen und Netz oder Kette zum Sichern des "Fangs" Losbrechen und Einsammeln von Gesteinen am Meeresboden, geeignet für Hartgrund
Schwerelot SL gewichtsbeschwertes Stahlrohr von 6-18 cm Durchmesser und 5-20 m Länge. Das Rohr ist unten offen. Im Rohr ist ein Plastikrohr (liner) eingelegt, welches beim Zerlegen des SL das Sediment enthält. Herausstanzen langer Sedimentkerne aus weichem Substrat
Kolbenlot KL Modifikation des Schwerelots, bei dem ein Unterdruck beim Herausziehen das Austreten der Sedimente verhindern soll (nähere Beschreibung beim BGR) Herausstanzen langer Sedimentkerne aus weichem Substrat