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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Kartierung von Echo-Typen

Autor: Dr. David Voelker

Die Echo-Eigenschaften des Meeresbodens lassen auf dessen Beschaffenheit schliessen. Die vom Meeresboden zurück geworfenen Signale von Sedimentecholoten können nach ihren akustischen Eigenschaften in Gruppen oder Klassen eigeteilt werden. Bei einer systematischen Befahrung einer Region können diese Echotypen großflächig kartiert werden, um Aussagen über die Eigenschaften des Meeresbodens zu treffen.

Die grafische Umsetzung der Echogramme erlaubt es, die akustischen Eigenschaften durch Parameter wie Eindringtiefe, Kontinuität von Reflektoren, Signalform (Schärfe bzw. Unschärfe der Reflektoren), sowie die Gestalt von Meeresboden und interner Reflektoren zu beschreiben. Wenn anhand von einer Eichung an Sedimentproben eine Zuordnung von Echotypen und Sedimenttypen möglich ist, kann die Art der Sedimentbedeckung vom Schiff aus kartiert werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass diese Zuordnung häufig nicht oder nur regional sehr beschränkt eindeutig ist und daher nur einen ersten Anhaltspunkt liefert.

Verbreitung von Echotypen entlang des Kontinentalrands von Südchile. Die Profile wurden aus digitalen Daten des Systems Parasound mit dem Programm SEnt von H. von Lom-Keil und V. Spiess (Universität Bremen) erzeugt.