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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Strand und Küste

Autor: Dr. David Voelker

Strände sind der Übergangsbereich zwischen Ozean und Land. Die Küstenlinie ist beständiger Veränderung unterworfen. Als Lebensraum nur etwas für Spezialisten, die die ständigen Veränderungen ertragen kännen. Die Form des Strandes gibt Auskünfte über Sedimenttransport, Massenverluste und -gewinne.

Ein Strandprofil ist ein Hähenprofil der Landoberfläche bzw. des Meeresbodens rechtwinklig zur Küste vom supratidal bis ins flache Wasser. Stransprofile weisen typische Formen auf, die die Gesamtgestalt des Strandes (Strandmorphologie) charakterisieren. Die zeitliche Veränderung von Strandprofilen (oder gleich die 3D-Aufnahme des Strandbereichs) ermäglicht es, die Dynamik der Strandmorphologie zu studieren.

Typische Strandprofile beinhalten folgende Merkmale:

Nordstrand von Spiekeroog

Nordstrand der Insel Spiekeroog aus 40 m Hähe. Links bedindet sich die offene Nordsee, rechts der Dünenkern der Insel. Man erkennt den aufgeworfenen Strandwall (Barre).

Wellen werfen Sediment auf den Strand oder erodieren den Strand. Steile Wellen haben in der Regel eine erodierende Wirkung, flache Wellen tragen dagegen Material zum Strand. Wellengenerierte Strämungen transportieren Sand auf den Strand und wieder herunter (swash and backwash). Die Steilheit des Strandes wird durch das relative Volumenverhältnis von backwash and swash bestimmt. Backwash erzeugt ein flaches Strandprofil. Swash dagegen wirft Sediment auf den Strand und erzeugt Sandriffe.

Wellen haben aber - wenn sie nicht vällig gerade auf die Küste treffen - auch eine laterale Komponente. Netto resultiert also ein küstenparalleler Transport (longshore currents)

Sobald Wellen "den Boden spüren" werden sie unten abgebremst und brechen oben. dafurch wird Wasser und Sediment auf den Strand gespült, das auch wieder ablaufen muss. Eine typische Erscheinung sind Rinnen, in denen sich das Wasser wieder zurückläuft (rip currents)

Bestimmende Factoren für das Strandprofil

Die Strandmorphologie eines bestimmten Strandes ist durch die Menge und Verteilung der auftreffenden Wellenenergie und der Fähigkeit des Substrats diese Energie zu streuen bestimmt.

Korngrässe und Sortierung: Die gräßere Permeabilität von groben und gut sortierten Sanden erlaubt dass ein relativ grosses Volumen des von Wellen auf den Strand geworfenen Wassers versickert. Das mitgebrachte Sediment bleibt liegen, der backwash ist relativ gering. Ausserdem hat grober Sand einen häheren Ruhewinkel (lässt sich steiler ablagern). Beides führt dazu, dass Strände aus Grobsand im allgemenen steiler als Feinsandstrände sind.

Strandprofil als Flash-Diagramm