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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Verduennungsbecken

Autor: Dr. David Voelker

Als Verdünnungsbecken werden Nebenmeere mit reduziertem Austausch mit den großen Ozeanen bezeichnet, bei denen die Frischwasserzufuhr durch Niederschläge und Eintrag durch die Flüsse die Verdunstung an der Oberfläche (Evaporation) übersteigt.

Der oberflächlichen Eintrag von Süßwasser zu einer Überschichtung von leichtem, salzarmem Oberflächenwasser über Seewasser mit normaler Salinität, was sich auch durch eine deutliche Halokline abzeichnet. Die in mittleren und niedrigen Breiten ohnehin durch die Temperatur gegebene Schichtung des Wasserkörpers wird verstärkt, da das warme und salzärmere Wasser eine geringere Dichte als das Seewasser aufweist.Die Dichteshichtung führt dazu, dass der Sauerstofftransport in tiefere Bereiche durch Konvektion unterbunden wird. Da in der Wassersäule und am Meeresboden beständig Sauerstoff von Bakterien verbraucht wird, um die an der Meeresoberfläche gebildete, herabsinkende organische Substanz zu oxidieren, kann es in Verdünnungsbeecken mit hoher Bioproduktion an der Oberfläche zu anoxischen Bedingungen unterhalb der Halokline kommen. In diesem euxinischen Milieau werden sehr typische Sedimente gebildet (Sapropele & Schwarzschiefer). Rezente Beispiele für Verdünnungsbecken sind die Ostsee und das Schwarze Meer.