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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Einzelne Wassermassen

Autor: Dr. David Voelker

Eine Wassermasse ist ein Volumen von Seewasser, das einen gemeinsamen Ursprung und daher gemeinsame Eigenschaften hat, die es von anderen Wassermassen unterscheiden. Wassermassen werden in der Regel durch Vorgänge an der Meeresoberfäche geprägt werden, sinken sie je nach ihrer Dichte ab. Sie werden - je nach dem Stockwerk, das sie im offenen Ozean einnehmen - als Bodenwasser (bottom water) Tiefenwasser (deep water) Zwischenwasser (intermediate oder central Water) und Oberflächenwasser bezeichnet. Die charakteristischen Eigenschaften einer Wassermasse verlieren sich mit zunehmender Entfernung von dem Ort des Entstehens durch Vermischung mit anderern Wassermassen.

Antarktisches Zwischenwasser (Antarctic Intermediate Water, AAIW) wird an der Antarktischen Polarfront um 50°S gebildet. Die Salinität beträgt etwa 34.25 psu, die potentielle Temperatur 3.5°C. AAIW bildet im Südatlantik ein deutlich erkennbares Salinitäts-Minimum unterhalb der Thermokline.

Auf diesem Tiefenprofil der Salinität von Südamerika nach Afrika ist das Salinitätsminimum zwischen etwa 600 m und 1500 m gut zu erkennen. Es wird durch AAIW gebildet. Abbildung aus dem eWOCE-Bilderkatalog von Dr. R. Schlitzer, AWI-Bremerhaven.

Nordatlantisches Tiefenwasser (North Atlantic Deep Water, NADW) wird bei 60°N in der Labrador- und Grönlandsee gebildet. Es hat eine typische Salinität von 34.95 psu und eine Temperatur von 3°C. Es bildet ein Salinitätsmaximum unterhalb des AAIW.

Auf diesem Tiefenprofil der Salinität von Pol zu Pol ist das Salinitätsminimum des AAIW im Südatlantik als nach Norden einfallende Zunge zwischen etwa 600 m und 1500 m gut zu erkennen. AAIW entsteht im Bereich der Polarfron und schichtet sich dann nach Norden unter die Oberflächenwasser und über das NADW. Die höchsten Salinitäten findet man an der Meeresoberfläche bei etwa 20-30°N und Süd, dort, wo die Verdunstung im Verhältnis zum Niederschlag am höchsten ist. Ein weiteres Maximum wid durch die Injektion von Wasser gebildet, das aus dem Konzentrationsbecken Mittelmeer in den Atlantik ausläuft (~40°N, 1000 m Wassertiefe). Abbildung aus dem eWOCE-Bilderkatalog von Dr. R. Schlitzer, AWI-Bremerhaven.

Antarktisches Bodenwasser (Antarctic Bottom Water AABW) Wird an einigen Stellen rund um die Antarktis gebildet, vor allem in der Weddellsee (65°S). Die Salitität liegt bei 34.65 psu, die potentielle Temperatur bei -0.25°C, AABW ist vor allem als TEmperaturminimum unterhalb des NADW zu erkennen. Es fällt ausserdem mit einem Silikat-Maximum zusammen

Mehr Info bei: Introduction to Physical Oceanography von Lynne Talley et al.