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Online-Nachschlagewerk zur Meeresforschung
Herausgeber: Dr. D. Völker

Das Wattenmeer

Autor: Dr. David Voelker

Wattenmeere sind besondere Ablagerungs- und Lebensräume, sie sich nur bei einer bestimmten Kombination von Sedimenteintrag, Tidenhub und Wellenexposition an absinkenden Küsten bilden. Charakteristisch sind große Flächen, die bei Flut überspült werden, bei Ebbe jedoch trocken fallen.

Wattenmeere (englisch: wadden seas, Faziesbegriff: muddy tidal flat) gibt es in unterschiedlicher Breite weltweit auf passiven Kontinentalrändern mit Gezeitenküsten, jedoch vor allem in mittleren Breiten. Von dem insgesamt 595.814 km langen Küstenstreifen der Erde sind allerdings nur einige 1000 km Wattenküste.

Das Wattenmeer der holländischen Deutschen und Dänischen Nordseeküste ist mit einer Länge von 500 km (von Den Helder bis Esbjerg) und einer Fläche von ~8000 km2 das größte zusammenhängende Wattenmeergebiet der Welt (macht etwa 60% der gesamten Wattflächen von Europa aus). Weitere muddy tidal flats findet man an der Englischen und Französischen Nordseeküste (the Wash, Bucht von Mont St. Michel, Mündung der Seine), Irland, an der Nordamerikanischen Ost- und Westküste, Japan und Korea.

LANDSAT-Image des Wattenmeers der Deutschen Bucht

LANDSAT TM-Aufnahme der Deutschen Bucht.

Im allgemeinen handelt es sich um ein Ergebnis der Transgression in Folge eines relativen Anstiegs des Meeresspiegels, einhergehend mit dem Verlust von Land. Das Norddeutsche Wattenmeer ist ein Ergebnis des schnellen Meerespiegelanstiegs seit der letzten Eiszeit, der sogar historische belegt ist (große Sturmfluten des Mittelalters)

Einige gemeinsame Merkmale von Wattenmeer-Gebieten:

Wattenmeere sind wichtig als Lebensräume.